Nicoletta GER6469

Sydney 32 Sailing Team

3 Länder-Cup 2019

Es würde kalt werden dieses Jahr. Das war klar. Wir tuckern Freitagabend gemütlich nach Marina Ultramarin und essen noch was Gutes. Der Start ist geplant für 08:00 am Samstagmorgen.

Es ist trocken als wir auslaufen. Wenig Wind. Aber der kommt noch: An Bord sind Axel, Marco, Sebi und (neu) Jakob – viel Personal für die kurze „Langstrecke“. Pünktlich zum Start ist der Wind praktisch weg und das Feld quält sich über die viel zu kurze Startlinie. Mit „keinem“ Wind wird auch die kürzeste Langstrecke wirklich „lang“.

Wir treiben Richtung Romanshorn … irgendjemand mogelt sich immer durch … irgendjemand hat immer zuerst Wind: Wir leider nicht. Freude kommt auf wenige Meilen vor der Tonne 1. Der Wind geht über 10 kn und alles ist gut. Spi an der Tonne und wir sausen mit optimalem Speed Richtung Rheinmündung: True Wind um 20 kn – was für ein Ritt.

Bis, ja bis eine Böe mit über 30 kn in den Spi greift und uns auf die Backe legt. Notprogramm: Achterholer auf, Fall auf und das gute Stück tropfend nass an der Schot ins Schiff gezogen: Gott sei Dank ohne große Schäden. Noch ein Reff ins Gross und wir segeln weiter zur Tonne 2. Es pustet noch ordentlich, da geht es schon auch fix.

Immer wieder erstaunt uns, wie viel Welle sich aufbauen kann in so kurzer Zeit: Die Kreuz bis zum Ziel vor dem Hafen Ultramarin ist richtig happig und man sehnt sich die Sturmfock herbei. Aber wir kommen heile an nach 6:18:47 … Die Wertung ist unterirdisch: Platz 11 von 12.

Unser Rückstand ist aber nur ca. 24 Minuten (ca. 7%) auf Platz 1: Flautenstart fast 5 Minuten später, stundenlanges Treiben plus die Notaktion von mindestens 15 Minuten – es leppert sich halt. Dazwischen sind wir großartig gesegelt. Und hatten Spaß ohne Ende!

 

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